Odeonsplatz - Münchner Freiheit


Durch zwei Münchner Gärten
Mit U 3/6 oder U 4/5
Von: Odeonsplatz nach Münchner Freiheit
Länge: 4 km
Wege: Teer- und Sandwege
Gelände: Fast eben


Durch das Hofgartentor gelangen Sie bereits in den ersten Garten dieser Tour - den Hofgarten, der um 1613 im Auftrag von Herzog Maximilian I. entstanden ist. Allerdings wurde er den Bürgern erst 175 Jahre später durch Kurfürst Karl-Theodor zugänglich gemacht. Diese Anlage, die mit französisch geschnittenen Hecken, Blumenrabatten und Springbrunnen gestaltet ist, lädt zum Verweilen ein. Sehenswert sind auch die Malereien unter den westlichen Arkaden, die Szenen aus der Bayerischen Geschichte darstellen. In dem nördlichen Gebäudekomplex befinden sich einige Kunstgalerien und Geschäfte, die von Rollstuhl-BenutzerInnen von der anderen Seite aus (Galeriestr.) besser zu erreichen sind. Einige der dortigen Wandflächen schmücken Seewalds griechische Landschaften. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die Residenz und die östliche Begrenzung bildet die neue Staatskanzlei mit dem renovierten Teil des ehemaligen Armeemuseums.


Der Hofgartentempel von 1615


Wenn Sie den Hofgarten schräg nach links durchwandern und am vorbei Prinz-Carl-Palais - benannt nach seinem damaligen Bewohner (um 1825) -, gelangen Sie zum Fußgängertunnel (stärkeres Gefälle), durch den Sie im Zickzack-Kurs den Englischen Garten erreichen. Diesen 364 Hektar großen Park, in dem es für Rollstuhl-BenutzerInnen bzw. SchieberInnen zahlreiche Roll/-Spaziermöglichkeiten ohne größere Anstrengungen gibt, ließ der bereits erwähnte Kurfürst Karl-Theodor 1789 anlegen.
Im Englischen Garten folgen Sie nach rechts einem breiten Weg, der zu einem Gewässer führt, das zwischen Felsbrocken hervorquillt. Kurz davor können Sie linkerhand - auf dem "Aussichtsberg" - den Momopterus sehen, zu dem allerdings ein steiler und gestufter Weg führt. Weiter links werden dann auch die beiden 70 Meter hohen Pyramiedetürme der Ludwigskirche sichtbar.
Im leichten Linksbogen gelangen Sie dann zu dem hölzernen Chinesischen Turm, der dort 1791 erstmalig und zuletzt 1952 zum wiederholten Male errichtet wurde. Um ihm herum breitet sich in der Sommerzeit ein Biergarten mit Selbstbedienungsständen aus. Die dortige WC-Anlage ist relativ gut erreichbar.
Alsbald kreuzt der bisherige Weg - der dann am Rumford-Schlössl vorbeiführt, das jetzt Kindern zur Verfügung steht - eine Straße, der Sie ein kurzes Stück nach links folgen. An deren Linkskurve rollen/gehen Sie rechtsabzweigenden Weg, parallel zum Schwabinger Bach, bis zur übernächsten Brücke und verlassen dort den Englischen Garten (mittlere Steigung).
Durch die Gunzerainer-, Freilitzsch-, Ursula- und Haimhauser Str. gelangen Sie - durch ein altes Stück Schwabing - zur Münchner Freiheit, wo diese Wanderung endet. Übrigens: Die Namensgebung dieses Platzes soll an den Widerstand gegen das Hitler-Regime erinnern.

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